Enttäuschung | Trauer | Wenn das Baby zu den Engeln reist

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Hallo ihr Lieben,

Dieses mal gibt es keinen Produkttest oder eine Bewertung, denn heute dreht sich alles um meine Gedanken, meine Erlebnisse – die leider nicht schön sind und die ich keinem wünsche. Ich habe sehr lange nachgedacht, ob ich darüber überhaupt schreiben möchte, ob ich stark genug dafür bin. Während ich diesen Bericht schreibe, kullern mir die Tränen über die Wangen – Nein es sich keine Tränen mehr die kullern, ich bin nur noch am Weinen – fällt mir schwer etwas zu sehen, aber ich habe den Drang es aufzuschreiben.

Ich musste es jetzt zum zweiten Mal am eigenen Leib erleben und diese Schmerzen im Herzen spüren.

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Jede Frau, die sich vom Herzen ein Kind wünscht, lebt in den 9 Monaten oft in Angst und Sorge um das ungeborene – wird mein Kind gesund, läuft die Schwangerschaft ohne Probleme ab.. und.. und.. und – Fragen über Fragen!

Vor drei Jahren lernte ich meinen Mann kennen und Lieben. Wodurch auch ein großer Babywunsch da war – wir wollten an unserem ersten Wunschkind basteln. Nach einem Jahr endlich ein positiver Schwangerschaftstest. An diese Zeit kann ich mich noch so genau erinnern – ich war sehr vorsichtig was ich tat, was ich esse und wie ich mich bewege, um ja nichts zu gefährden.

In der 6 Woche wurde mir auf einmal schlecht, schwindelig und ich bekam Blutungen – richtig viel Blut, das immer mehr wurde und dann war dieser dicke, rote Brocken auf dem Klopapier, sofort wusste ich – mein Baby hat mich in diesem Moment verlassen.

Man fühlt sich in diesen Moment so leer, verlassen und einfach vom eigenen Körper hintergangen.

„Alles hat seine Zeit, es gibt eine Zeit der Freude, eine Zeit der Stille, eine Zeit des Schmerzes, der Trauer und eine Zeit der dankbaren Erinnerung.“

2 Monate nach der Fehlgeburt, war unsere Hochzeit – für mich ein Lichtpunkt im Leben, der mich all das vergessen ließ und endlich konnte ich wieder Lachen und Leben. Mai 2017 war wieder dieser Tag, wo ich einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt – meine Hände waren so zittrig und mein Herz  klopfte so laut, das ich kaum etwas um mich wahrnehmen konnte. Ich wusste nicht ob ich Lachen oder Weinen sollte.

Sorgen, Trauer, Glück – all diese Gefühle durchfluteten meinen Körper und ich wusste nicht weiter. Als ich endlich meinen Mutter-Kind Pass in den Händen hielt, war ich so nervös und glücklich zugleich – doch die Angst blieb, die ganze Schwangerschaft lang.

Am 22.2.18 war endlich der Tag, wo wir unser Glück in den Händen trugen und ich kann das Glück nicht in Worte fassen, es war so unglaublich schön, einen gesunden Jungen zu haben. Er war der Grund wieder aufzuleben und das Leben einfach zu genießen, auch wenn diese Zeit für uns hart und anstrengend war, waren wir unendlich glücklich!

Für uns war klar, das es nicht nur bei einem Kind bleibt, denn mein Wunsch war immer 2-3 Kinder zu haben, denn für mich gibt es einfach nichts Schöneres, als eigene Kinder zu haben – sie Großzuziehen und ihnen die endlose Liebe zu schenken.

Am 1. Juli war es wieder soweit, ich durfte erneut positiv Testen. Meine Gefühle waren sehr gemischt, denn unser Sohn war gerade mal 3 Monate und jetzt wieder schwanger? Ich war etwas Enttäuscht, aber auch glücklich das es wieder so schnell geklappt hatte. Doch wie soll ich das alles schaffen? Gedanken und Sorgen machten sich breit, wie wir das alles gebacken bekommen, aber damit befasste ich mich schnell und freute mich sehr auf eine weitere glückliche Schwangerschaft mit unserem 2. Wunder.

Diesmal war ich mir so sicher, das alles klappt und ich eine glückliche Schwangerschaft angehe. Bei der Untersuchung hatte auch alles gepasst, man konnte das kleine Herz pumpen sehen und ich wusste – die Liebe zu diesem Ungeborenen war groß, ja sogar endlos!

Vor einigen Tagen war mir etwas flau im Magen und mir war sehr oft schlecht – für mich eigentlich die typischen Schwangerschaftsanzeichen, denn da ich noch in der 11. Woche bin, war dies ganz normal. Am Freitag habe ich endlich die 12. Woche erreicht und somit war das Risiko einer Fehlgeburt gesunken – dachte ich!

Vormittag hatte ich auf einmal ein Stechen und Ziehen im Unterbauch, wobei ich mir nichts gedacht habe. Auf der Toilette  musste ich feststellen, dass ich bereits blute – ganz wenig…. aber ich blute! Mir wurde heiß, schlecht, schwindelig – ich wusste nicht was mit mir geschieht. Es kam alles wieder hoch, genau wie bei der ersten Schwangerschaft. Aber ich habe gerade das 3 Monat geschafft, das kann nicht sein – es darf einfach nicht sein!

Die Blutungen wurden immer Stärker – mein Kopf war leer.

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Auf dem Weg ins Krankenhaus wusste ich nicht, was ich denken soll. Ich hatte Angst, ja richtige Angst mein Baby zu verlieren.

Dort angekommen, wurde ich sofort Untersucht und es wurde ein Ultraschall gemacht. Auf dem Bildschirm konnte ich alles ganz genau beobachten. Ich sah mein Baby – ich sehe es direkt am Bildschirm…. doch warum pumpt das Herz nicht? Ich sah mich verzweifelt um – wo zum Teufel war das Herz??

Die Stille im Raum hat mich umgebracht – was war mit meinem Baby, warum sagte die Ärztin nichts? Als sie fertig mit der Untersuchung war, konnte ich es bereits in ihren Augen erkennen, dass es mein Baby nicht geschafft hat weiterzuleben.

Ich wollte schreien – war so wütend auf meinen Körper, auf mich – ich hasste mich in diesem Moment. Warum hast du mir mein Baby genommen, warum wieder ich!? Was habe ich dir angetan, damit du mich so verletzt!

Die Entscheidung, ob ich im Krankenhaus bleiben soll oder nach Hause fahre, um auf einen natürlichen Abgang zu warten, wollte ich einfach nach Hause. Wenn sich mein Baby nicht von mir löst die Tage, muss ich zur Ausschabung und das würde ich einfach vermeiden, denn ich will einen natürlichen Abgang – auch wenn ich daran denken, wenn ich es sehe, würde mich noch mehr in ein Loch ziehen.

Das Gefühl, wenn man sein totes Baby im Bauch trägt, ist so unrealistisch – so unerträglich! Das geliebte Wesen schlummert ganz leise im Bauch und ist Tod! Es ist einfach Tod. Ich kann die Trauer nicht beschreiben – es schmerzt so unheimlich.

Die Schmerzen werden immer schlimmer und intensiver, jeder Gang auf die Toilette ist für mich Horror, ich habe Angst mein Baby in den Händen zu halten und es gehen zu lassen.

Und wieder musste ich mein Sternenkind gehen lassen, es wollte einfach noch nicht zu uns kommen – war noch nicht bereit zu Leben. Doch was habe ich falsch gemacht, warum hat mich mein Körper im Stich gelassen und mir mein geliebtes Baby genommen?

Wir werden dich immer im Herzen haben, werden dich genauso Lieben wie unseren Sohn und unser erstes Sternenkind.

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„Ich bin immer noch da.

Ich bin im Zimmer nebenan.

Was ich für euch gewesen bin, bleibe ich auch. Nennt mich weiterhin so, wie ihr mich immer genannt habt.

Redet mit mir, wie ihr immer mit mir geredet habt.

Betet, lacht und denkt an mich. Das Leben geht weiter, das Band zwischen uns ist nicht zerschnitten.

Warum sollte ich aus euren Gedanken verschwinden?

Ich bin nicht sehr weit weg, bloß auf der anderen Seite des Weges!“

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29 comments on “Enttäuschung | Trauer | Wenn das Baby zu den Engeln reist”

  1. Liebe Melanie,

    für mich ist es das Schlimmes, was mir passieren könnte, ein Kind zu verlieren. Auch wenn es ein – ungeborenes – ist.
    Deine Trauer ist berechtigt, sie ist nicht endlos.
    Manchmal denke ich an Fügung des Schicksals, so unpassend es jetzt klingt, so ist in jedem Geschehen ein Funken Hoffnung.
    Dies zu erkennen, ist sehr schwer, ganz besonders, wenn die Seele leidet. Weine, weine.
    Mit jeder Träne, die Perlen Deiner Seele sind, bereitest Du Dir einen kostbaren Raum zu Deinem Sohn, um ihm die volle Aufmerksamkeit zu schenken.
    Für sein Wohlergehen zu sorgen und eine Dankbarkeit für die Entstehung des Lebens bei zu behalten.

    Viele Frauen, erleiden dieses Schicksal und leiden ungehört vor sich hin. Ich danke Dir von Herzen, dass Du darüber sprichst.

    Lieben Gruß Hilde

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  2. Hallo! Ich wünsche Euch von Herzen alles Liebe und alles, alles Gesunde und Gute! Ich bin gerade etwas sprachlos und nicht sicher was ich außer diesem schreiben soll. Du scheinst eine sehr starke Frau zu sein und das bekommt meinen ganzen Respekt! LG! Sirit

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  3. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute und dass ihr diese schwere Zeit gemeinsam meistert.
    Ich kann mir gar nicht vorstellen welche Gefühle in dir vorgehen. Daher habe ich sehr großen respekt, dass du das mit uns teilst.
    Danke dass du so offen darüber berichtest, das hilft mit Sicherheit anderen Betroffenen.

    Liebe Grüße Anni von https://hydrogenperoxid.net

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    1. Hallo Anni,

      Ich habe lange gebraucht, darüber zu reden. Es fällt mir sehr schwer, aber hilft mir sehr gut bei meiner Trauer. Leider sind sehr viele Frauen davon betroffen und diese Erfahrung ist sehr schmerzhaft.
      Lieben Dank für deine Worte.

      LG
      Melanie

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  4. Ich fühle gerade so sehr mit dir. Ich selber habe das auch zwei mal erlebt bevor mein Sohn zur Welt kam und ich habe Angst, dass mir das wieder passieren wird. Mein Arzt hat mir das letztes noch ganz toll erklärt und mir die Sorgen genommen, dass man als Frau/Mutter irgendeine Schuld daran trägt.
    Ich drück dich ganz fest und wünsche dir, dass du die nächste Zeit gut überstehst. Ich bin mir sicher das nächste Mal klappt es und dein Sternenkind wird ebenfalls immer bei dir sein.

    Liebe Grüße
    Melanie von https://www.lovingcarli.com

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    1. Ich kenne dieses Angstgefühl, es ist unbeschreiblich in welcher Angst man lebt wenn man wieder Schwanger wird. Wir wollen gerne ein zweites Kind, und ich muss sagen, wir haben jetzt noch mehr Angst es zu probieren, denn jede Enttäuschung drückt einem noch weiter runter 😦
      Ich drücke dich ganz soll, damit es das nächste mal ohne Probleme klappt 😘

      LG,
      Melanie

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  5. Ich wünsche dir ganz, ganz viel Kraft!
    Du wirst sicher noch ein 2. Kind gesund zur Welt bringen dürfen!
    Ich war auch 2x schwanger, habe aber nur ein Kind geboren und bei mir. Ich weiß daher, wie du dich fühlst! Alles Liebe!

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    1. Ich danke dir für die Worte. Es ist so unfassbar traurig, das jede 2 Frau mittlerweile davon betroffen ist. Auch wenn es hart klingt, es hat immer einen Grund warum die Kinder nicht zu uns wollten, aber der Zeitpunkt kommt noch, wo sie bei uns bleiben.

      Liebste Grüße
      Melanie

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    1. Hallo Bo,
      Ich danke dir ❤
      Für mich ist das Schreiben sehr wichtig, auch wenn es vielleicht viele nicht nachvollziehen können, oder es ihnen zu privat ist. Aber es hilft mir mit der Trauer besser umzugehen, denn ich weis: Ich bin nicht alleine 😦

      Liebste Grüße

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    1. Es ist ein Schmerz den kann man einfach nicht beschreiben. Mana wünscht keinem so etwas, denn wenn ein Teil von dir geht, geht auch ein Teil von dir, innerlich kaputt. Aber daraus wird man immer stärker und man sollte IMMER nach vorne blicken.

      Liebste Grüße ❤

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  6. Es ist traurig, ein Kind zu verlieren. Ich wünsche euch viel Kraft und alles Gute.
    Es hat alles im Leben einen Sinn, in jeder Erfahrung/egal, wie schlimm es im Moment ist/ ist auch etwas positives drin. Wenn man es aus einer anderen Perspektive betrachtet, entdeckt man ganz andere Dinge und kann man daraus lernen.
    Es ist auch wichtig zu trauern, weinen und dann loslassen und nach vorne schauen. Natürlich bleibt ein Kind immer im Herzen, aber das Leben geht weiter. Du hast einen Sohn und er braucht dich sehr. Er spürt auch deine Traurigkeit.
    Schaue auf dich und wenn notwendig ist hole Hilfe.
    Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft.
    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Auch wenn es hart klingt, aber im Leben hat alles einen Sinn, positiv sowie negativ. Wenn man es in dem Moment auch nicht fassen kann, aber wer weis wofür es gut war. In dieser Zeit muss ich mehr auf mich und meinen Sohn schauen, damit es mir wieder besser geht und mein Kleiner die ganze Aufmerksamkeit bekommt.

      Liebe Grüße ❤

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  7. Ich weiß einfach nicht was ich schreiben soll. Es tut mir so unfassbar leid, dass du zum zweiten Mal so einen Schicksalsschlag erleben musstest … Ich wünsche dir, deiner Familie und vor allem deinen kleinen Sohn alles erdenklich Gute!

    Liebe Grüße aus OÖ

    Danie von moreaboutdanie.at

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  8. Hallo Melanie,
    ein sehr emotionaler Beitrag (mir kamen die Tränen) und ich kann Deine Gefühle gut verstehen,denn meiner Cousine ging es ebenfalls so und leider blieb sie nach mehrmaligen Versuchen ohne Kinder 😦

    Ich selbst hatte große Probleme mit der Geburt meines Sohnes und meine Gebärmutter musste danach sofort entfernt werden – also hieß das, entweder mein Sohn ist gesund und munter oder kein Kind, aber es ging ihm gut und mittlerweile ist er über 30 Jahre und selbst Vater von einer Tochter 🙂

    Ich wünsche Euch alles Gute vom ganzen Herzen und viel Kraft – manchmal ist das Leben so ungerecht, denn andere bekommen Kinder und … Gib all Deine Liebe Deinem kleinen Sohn, er wird (für alle) dafür dankbar sein.

    Liebe Umarmung für Euch DREI !
    Katrin

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  9. Das tut mir wirklich sehr leid für dich. Es ist schwer so etwas zu verarbeiten, aber vielleicht kann dein kleiner Sohn dir helfen, darüber hinweg zu kommen. Schenk ihm all deine Aufmerksamkeit und Zeit. LG Romy

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  10. Liebe Melanie,
    ich bin zutiefst traurig mit dir. Was hast du da schon alles mitmachen müssen. Ein Kind zu verlieren ist das schlimmste, was ich mir vorstellen kann. Da geht es mir wie dir.
    Du hast absolut nichts falsch gemacht. Du hast alles genauso richtig wie eine Mutter es machen kann,die möchte, dass ihr Baby gesund zur Welt kommt.
    Ich wünsche dir erneut viel Kraft, mit diesem Schicksalsschlag fertig zu werden.
    Widme dich deinem kleinen Sohn. Er wird dir dein Sonnenschein sein und über Vieles hinweghelfen.
    Ich drücke dich unbekannterweise deine Sabine
    PS: Es war gut, dass du das geschrieben hast. Man sagt nicht umsonst, dass man sich den Kummer von der Seele schreibt.

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